12.08.2010
Ion Light
Ion Light, in den beiden Serienfarben. Danke an Bernhard Pfister für's Fotofliegen!

Ion

EN B / LTF 1-2

Vollbild

Entwicklung:

Wir haben uns für die Entwicklung des ION viel Zeit genommen. Sein Vorgänger, der ROOKIE, ist ein sehr sicherer bzw. Fehler verzeihender Schirm, der aber dennoch mit einem ansprechenden Handling und hervorragender Leistung beeindruckt. Inzwischen sind es über 2500 Piloten, die sich aufgrund dieser Qualitäten für einen ROOKIE entschieden haben.

Die Latte für den ION lag also dem entsprechend hoch und es bedurfte intensiver Entwicklungs- und Testarbeit, bzw. vieler Prototypen mit unterschiedlichen Profilen, Grundformen und Aufhängungsgeometrien, um schließlich jene Balance aus Sicherheit, Handling und Leistung zu finden, die wir uns vom Nachfolger des ROOKIE erwarteten.

Vollbild
Fliegen mit dem ION:

Wer ein träges „Schulschirm-Handling“ erwartet, wird überrascht sein. Denn trotz des großen verfügbaren Steuerweges lässt sich der ION so feinfühlig in der Thermik bewegen, wie das meist nur mit höher klassierten Schirmen möglich ist. Der Schirm ist dabei um alle Achsen angenehm gedämpft und die Steuerwege bis zum Abriss sind sehr groß. Dies ermöglicht auch Anfängern und Piloten mit wenig Flugerfahrung, sichere und entspannte Flüge zu erleben. Durch sein präzises Handling wird sich aber auch ein fortgeschrittener Pilot mit dem ION nicht unterfordert fühlen.

Wer in turbulenten Bedingungen fliegt, wird gleich bemerken, dass der ION, vor allem durch die neue Aufhängungsgeometrie im Mittelflügel, (nur mehr eine Mittelzelle) sehr ruhig und richtungsstabil durch bewegte Luft gleitet. Beim Kreisen in der Thermik hebelt der Schirm auch in starkem Steigen nicht nach außen. In Verbindung mit dem direkten Ansprechen auf Bremsausschläge, fällt das Zentrieren im Aufwind sehr leicht.

Angenehm einfach ist auch das Verhalten im beschleunigten Flug: Wir konnten beim ION die Maximalgeschwindigkeit deutlich erhöhen. Auch die Stabilität im beschleunigten Flug ist größer geworden: Der Schirm verformt sich dadurch weniger in der Turbulenz, was vor allem der Gleitleistung zugute kommt.

Der Beschleuniger lässt sich also auch für Streckenflüge effizient einsetzen, was bei einem „Low-Level 1-2er“ nicht selbstverständlich ist.

Vollbild
Sicherheit:

Der ION reizt seine Klasse (LTF 1-2 / EN B) bei weitem nicht aus. Daher war das Erreichen der Einstufung zu keinem Zeitpunkt der Entwicklung das primäre Kriterium. Viel mehr war das Sicherheitspotential des ROOKIE, welches sich tausendfach in der Praxis bewährt hat, unsere ständige Messlatte, die wir zumindest erreichen, und nach Möglichkeit unterbieten wollten.

Es ist uns beim ION wieder gelungen, ein sehr gutmütiges Einklappverhalten zu erreichen. Der Flügel klappt kaum großflächig ein, und öffnet sich selbstständig und zügig, aber ohne impulsives Aufschnalzen, was Unruhe in das System Pilot-Schirm bringt.

Unser Testteam hat neben unzähligen provozierten Klappern auch viele Stunden in sehr turbulenter Luft verbracht, um das Verhalten des ION in schwierigen Bedingungen zu testen. Denn letztlich sind die provozierten Klapper weniger wichtig, als die Reaktionen des Schirms in der Praxis.

Auch die großen Steuerwege bis zum Abriss wurden vom ROOKIE beibehalten. Beim ION ist es aufgrund des deutlich verbesserten Handlings aber noch unwahrscheinlicher, als Pilot in die Verlegenheit zu kommen, den Schirm zu weit anzubremsen.

Vollbild
Leistung:

Die große Stärke des ION ist die Steigleistung in der Thermik. Der Schirm kann sehr langsam und eng gekreist werden wodurch auch kleinräumiges Steigen effizient nutzbar wird. Durch die präzise Handlingcharakteristik lässt sich die Schräglage spielerisch variieren. Die Kombination aus effizientem und entspanntem Kurbeln sucht seinesgleichen.

Im Gleitflug hat bereits der ROOKIE Maßstäbe im Bereich der „Low-Level 1-2er“ in Punkto Gleitleistung gesetzt. Durch eine stabilere Kappe ist der ION in dieser Disziplin vor allem in turbulenter Luft noch etwas besser.

Im beschleunigten Flug bleibt die Gleitleistung bis etwa zur Hälfte des Beschleunigerweges sehr ansprechend. Der ION ist über den gesamten Beschleunigerweg äußerst stabil, was in Verbindung mit dem erzielbaren Geschwindigkeitszuwachs, nicht zuletzt für Streckenflüge reizvoll ist.

Vollbild
Technische Änderungen:

Der ION weist folgende Änderungen gegenüber seinem Vorgänger, dem ROOKIE auf:

 

  • verändertes Profil im Außenflügel: dies ermöglicht einen geringeren Bremsdruck und ein agileres Handling.
  • Anzahl der Zellen: aufgrund der neuen Aufhängungsgeometrie hat der ION 37 Zellen gegenüber 39 beim ROOKIE. 
  • geänderte Form der Eintrittsöffnungen: dadurch konnten wir den Innendruck erhöhen, bzw. eine formstabilere Nase erreichen.
  • kürzere Leinen: der Pilot ist näher am Schirm und erhält dadurch ein direkteres Feedback, gerade im Kurvenhandling. Auch das Startverhalten wird dadurch verbessert.
  • integriertes Vektorband: ein Vektorband direkt hinter der Eintritssöffnung am Untersegel ermöglicht eine möglichst optimale Form dieses wichtigen Bereichs am Flügel.
  • veränderte Bremsgeometrie:  das Handling wurde auch durch die neue Bremsgeometrie deutlich verbessert. Trotz großem verfügbarem Steuerweg kann man den ION mit relativ kleinen Steuerausschlägen präzise durch die Luft bewegen.
  • längerer Beschleunigerweg:  die Maximalgeschwindigkeit wurde dadurch deutlich erhöht.
  • geänderte Leinengeometrie im Mittelflügel: dies führt zu verringertem Hebeln beim Kurbeln und allgemein zu größerer Ruhe beim Flug in Turbulenzen.
  • neue Tragegurte mit Magnetfixierung der A Gurte: dieses kleine Detail vergrößert die Übersicht beim Start.
  • neue Bremsrollenposition und Befestigung: die Bremsrolle ist etwas höher montiert, und mit einem Band am Tragegurt fixiert. Dies erlaubt dem Piloten stärker zu wickeln, was die Ergonomie in gewissen Situationen deutlich erhöht.
  • Schmutzauslassöffnungen am Stabilo: der Schmutz, der sich gerne im Stabilo sammelt, kann einfach entfernt werden.
  • Beschriftete Gurte für B-Stall und Ohrenanlegen: im Stress sollen dadurch gefährliche Verwechslungen vermieden werden.


Was gleich geblieben ist:

  • Das sehr große und tausendfach bewährte Sicherheitsniveau
  • Das sehr effektive Ohren Anlegen durch die zwei Stammleinen
  • Der große Bremsweg und die niedrige Minimalgeschwindigkeit

Vollbild

Hauptmerkmale:

  • Der NOVA ION ist ein Low-Level 1-2er, welcher mit seinem äußerst großen Sicherheitspotential ebenso Anfänger, wie auch erfahrene Piloten, die einen sehr sicheren Schirm wünschen, ansprechen soll.  
     
  • Der ION demonstriert, dass Leistung und auch Handlingeigenschaften, die vor nicht allzu langer Zeit Piloten von Hochleistern vorbehalten waren, nun  selbst für Anfänger sicher nutzbar sind.
     
  • Der ION besticht durch eine agile Handlingcharakteristik und durch ein sehr fehlerverzeihendes Kurvenhandling. Das Verhalten bei Klappern ist äußerst gedämpft und gutmütig. In der Summe seiner Eigenschaften ist der ION absolut schulungstauglich.

Pilotenprofil

weiterführende Informationen zu den Pilotenanforderungen

LTF/EN Testberichte

Ion 19, Ion 21, Ion 23, Ion 25, Ion 27

Testflug Videos

Ion 19, Ion 21, Ion 23, Ion 25, Ion 27

Grundrissgrafik