NOVA Historie – gegründet 1989

Eine Erfolgsgeschichte

Die Anfänge

Die Geschichte von NOVA ist eine Geschichte des unverhofften Erfolgs.
Sie beginnt 1989. Bei der Firmengründung glauben wir an ein mögliches Potential von 100 bis 200 Schirmen, die wir vielleicht pro Jahr verkaufen können. Heute arbeiten rund 110 Leute für NOVA, davon 95 in Ungarn in der eigenen Produktion und 15 im Headquarter in Terfens. Damit darf sich NOVA zu den führenden Marken unter den Gleitschirmherstellern zählen. Darüber hinaus leisten wir seit den allerersten Tagen durch echte Innovationen und neue Schirmkonzepte immer wieder wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung des Gleitschirmfliegens.


Das erste NOVA Logo. Ebenso „home made“ wie die Schirme…


Hannes Papesh, damals noch mit üppigerem Haupthaar, zeichnet die ersten Schablonen.


Wolfgang Lechner und Felix R. Federer in den "Firmenräumlichkeiten".


Hermann Habe (links), Toni Bender (rechts).

1989 – das erste Jahr

NOVAs Einstieg in die Gleitschirmszene ist der CXC. Diese erste Konstruktion von Hannes Papesh wird in seinem Zimmer mit Mutters Nähmaschine genäht, anschließend am Übungshügel testgeflogen – fertig! Der CXC ist ein Hochleister der Kategorie 2-3. Damals gibt es weder eine eigene Produktion, noch sonstige Firmenräume. Als „Büro" dient die Wohnung von Wolfgang Lechner, als Lager sein Keller.
Hannes zeichnet die Schnittschablonen an einem Universitätscomputer in Innsbruck, wo sie auch direkt gedruckt werden. Trotz dieser – für damalige Verhältnisse – modernen Methoden ist eine Menge Handarbeit zu erledigen. 1989 finden in Kössen die ersten Weltmeisterschaften im Gleitschirmfliegen statt. Die Szene wird auf NOVA aufmerksam…

 

Der erste NOVA-Schirm und bereits eine echte Eigenentwicklung: der CXC.


Der Serien-CXC.

1990 – der erste Erfolg

Der Nachfolger des CXC ist der TREND. Nach aufwändiger Entwicklungsarbeit besteht er die DHV Tests mit der besten Einstufung (DHV 1). Die Leistung des TREND ist bemerkenswert und so entsteht unter Verwendung desselben Profils ein weiterer Schirm: der PHANTOM, ein Hochleister.

Die Verkaufserfolge bringen ein Problem mit sich: Wir brauchen dringend eine eigene Fertigung. Es ist die Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und zusammen mit Partnern gründen wir eine eigene Produktion in Ungarn. Sie entsteht aus einem Staatsbetrieb, der bis dahin Heißluftballons sowie Bekleidung für Bergarbeiter nähte. Es ist eine wilde Zeit, aber die ungarischen Partner beweisen viel Mut, Tatkraft sowie Vertrauen in uns. Mit Mescek Ballon KFT in der Stadt Pésc arbeiten wir bis heute zusammen. Unsere Partner dort, Kathi und Peter Leib, sind echte Freunde geworden. Es gibt Familien, die bereits in der zweiten Generation dort arbeiten. Mescek Ballon bedeutet für uns viel mehr als nur „irgendeine Fertigung“.
Toni Bender, Michi Hange und Wolfgang Lechner sind damals die NOVA-Testpiloten.


TREND: DHV 1 mit großer Leistung (links); der erste PHANTOM (rechts).

1991 – das Jahr des Phantom

Der PHANTOM sorgt für eine Welle der Begeisterung. Die elegante Konstruktion ist ebenso einzigartig wie richtungsweisend. Der Schirm sieht nicht nur gut aus, er verschafft NOVA durch seine außerordentliche Leistung große Bedeutung in der Wettkampfszene und treibt die Verkaufszahlen in ungeahnte Höhen. Urs Haari – heute unser Vertriebspartner in der Schweiz – fliegt mit dem PHANTOM über 200 km weit und stellt damit einen neuen Weltrekord auf!

 


Der PHANTOM: Hat er nicht (für damalige Verhältnisse) eine wunderschöne Anströmkante?


1992 – die ersten Hürden

Der PHÖNIX soll den Erfolg des PHANTOM in der Kategorie DHV 2 weiterführen. Nach einem vielversprechenden Entwicklungsbeginn mit dem Profil und der Grundform des PHANTOM stellen sich erste Schwierigkeiten ein. Wir entscheiden uns für ein überarbeitetes Modell, den PHÖNIX U. Walter Holzmüller gesellt sich zum NOVA Testpiloten-Team.


Der PHÖNIX in seinen Anfängen.

1993 – ein weiterer Aufschwung

Der PHÖNIX 100 wird mit einem neuem Profil, verbessertem Trimm und innovativem Design zum Vorreiter in der Intermediate-Klasse. Auch die intensive Entwicklungsarbeit im Hochleistungssektor macht sich bezahlt: Mit dem SPHINX können wir unsere Rolle als führender Hersteller von Wettkampf- und Hochleistungsschirmen festigen. Mike Küng erweitert unser Testteam. Walter Holzmüller gewinnt den Weltcup in Gstaad – mit dem weltweit ersten Schirm mit Diagonalrippen. Walter nimmt außerdem an der Weltmeisterschaft in Verbier teil.

 

PHÖNIX 100


Große Leistung bei hoher Geschwindigkeit: SPHINX.


Walter Holzmüller posiert als SPHINX (links), Mike Küng als PHÖNIX (rechts).

1994 – stetiger Erfolg

Mit dem PHOCUS schaffen wir es, trotz eines bemerkenswert einfachen Designs, herausragende Leistung in der Intermediate-Klasse zu realisieren: Kein anderer Intermediate-Schirm hat größere Zellen, eine einfachere Konstruktion, weniger Leinen oder eine bessere Leistung. Wir beginnen außerdem mit der Entwicklung des PHILOU sowie des XENON. Jimi Pacher wird Europameister und gewinnt den Gesamtweltcup. NOVA wird vom Veranstalter des PWC der "Konstrukteurspreis" verliehen. Vier der ersten neun Piloten bei den Europameisterschaften in Slowenien fliegen NOVA.

 

Der PHOCUS im schicken neunziger Jahre-Design – mit sorgsam abgestimmter Bekleidung…

1995 – im Wettkampf auf und davon

Der XENON sorgt in diesem Jahr für eine Dominanz im Wettkampf, wie sie wohl kaum wiederholt werden kann. Die XENON Piloten sammeln im PWC doppelt so viele Punkte wie der gesamte Rest des Feldes zusammen. Das NOVA-Wettbewerbsteam fliegt der Konkurrenz sprichwörtlich „auf und davon". Die AFNOR-geprüfte Serienversion des XENON entwickelt sich zu einem der Highlights jener Flugsaison.
Im Sommer stellen wir den PHILOU vor. Er setzt in der Kategorie DHV 1 neue Standards in puncto Sicherheit und wird in der Folge über ein Jahrzehnt hinweg erfolgreich als Schulungsschirm eingesetzt. Er gilt lange als DER Schulschirm schlechthin.
Im Herbst beginnt die Produktion des XYON (DHV 2-3). Jürgen Krauss stößt zu unserem Testteam.


Links XENON: höchste Leistung – rechts PHILOU: höchste Sicherheit.

1996 – das Jahr des XYON

Das enorme Leistungspotenzial des XYON zeichnet sich schon während erster Flüge im Winter ab. Beim XYON kommt dieselbe Diagonalrippen-Konstruktion wie bei seinem „Bruder" XENON zum Einsatz. Beide Schirme verbindet auch ihre Eigenschaft, der Konkurrenz das Fürchten zu lehren: Kein anderer Schirm kann mit der Leistung des XYON mithalten. Das bringt ihm die Rolle als weltweites Referenzgerät ein. Der Markt reagiert auf diese Vormachtstellung mit nie da gewesenen Verkaufszahlen. Es gibt bis heute Piloten, die vom XYON wegen seines Kappen-Feedbacks, seiner Leistung und seinem Handling schwärmen.
Nach langer Entwicklung bereichert im Herbst der AXON (DHV 2) unsere Schirmpalette. Das NOVA-Wettbewerbsteam fliegt die gesamte Saison sehr erfolgreich und kann unter anderem den Konstrukteurs-Weltcup gewinnen.


NOVA XYON: 1996 weltweit das Referenzgerät.

1997 – Fokus auf die Intermediate-Klasse

Mit dem AXON entwickeln wir einen Intermediate-Schirm, der sich sowohl durch exzellente Leistung als auch durch große Sicherheitsreserven auszeichnet. Damit komplettieren wir unsere Produktpalette: Vom äußerst sicheren Anfängerschirm PHILOU über den ausgewogenen AXON bis zum XYON, der das obere Ende der Fahnenstange hinsichtlich der Leistung markiert. Die Piloten honorieren unsere Anstrengungen und die Verkaufszahlen übertreffen sogar jene des Vorjahres.
Gleichzeitig arbeiten wir am Nachfolger des XYON und an einem neuen 1-2er.
Bei den Weltmeisterschaften in Spanien führt Walter Holzmüller mit dem X-PERT bis zum letzten Wertungsflug und kann einen großen Vorsprung herausfliegen – den er leider im letzten Task nicht halten kann.


AXON: frischer Wind bei den Intermediates (DHV 2).

1998 – zurück zu den Wurzeln

Im Frühjahr führen wir eine Pilotenumfrage durch. Sie ergibt, dass sich die meisten Piloten über gemütliche und problemfreie Flüge freuen, ohne dabei das ultimative Quäntchen Leistung zu verlangen. Bei der Entwicklung des X-ACT versuchen wir genau diesen Wünschen gerecht zu werden. Das Resultat ist ein Schirm mit ausgezeichneten Allround-Eigenschaften, wobei der X-ACT durch sein ausgewogenes Handling und seine Langsamflugeigenschaften besticht. Der X-ACT trägt wesentlich dazu bei, dass auch 1998 als sehr erfolgreiches Jahr in die Unternehmensgeschichte eingeht.
Mit dem VERTEX stellen wir einen neuen Hochleister vor (DHV 2-3). Peter Lüthi gewinnt die Vor-EM auf einem serienmäßigen X-PERT und holt sich ebenfalls den Weltcupsieg. Auch das NOVA-Wettbewerbsteam fliegt die gesamte Saison äußerst erfolgreich. Mike Küng verlässt uns in Richtung DHV, um dort als Testpilot zu arbeiten, Mario Eder und Claudia Hassler kommen neu ins Team.
Die Entwicklungsarbeit bis zu diesem Jahr ist geprägt vom System „Try & Error“. In diesem Jahr bauen wir über 50 Prototypen! Wir treiben einen immensen Entwicklungsaufwand! Um die Ergebnisse weiter zu verbessern, setzt Hannes Papesh als erster Gleitschirmkonstrukteur nicht nur (selbst geschriebene) Programme für die Entwicklung ein, sondern auch professionelle Simulationssoftware. Der erstmalige Einsatz von Computational Fluid Dynamics-Simulationen (CFD) stellt einen Meilenstein in der Entwicklung von Gleitschirmen dar. Hannes kann so die unterschiedlichsten Konstruktionsparameter berechnen, „virtuelle Schirme in einem virtuellen Luftraum fliegen“ und auch die Schablonenfertigung automatisieren. Die Schnittdaten werden per Internet nach Ungarn in die Näherei gesendet, auf ihrer Grundlage entsteht innerhalb einer Woche ein neuer Prototyp. Diese optimierten Produktionsabläufe machen unsere Entwicklungsarbeit wesentlich effizienter.


Ein VERTEX vor der Marmolada.

1999 – Das große Jubiläum

NOVA feiert seinen zehnten Geburtstag! Bei den Weltmeisterschaften in Bramberg sind wir Hauptsponsor. Als „Geburtstagsgeschenk" gelingt es Christian Heinrich, mit dem KRYPTON den Wettbewerb für sich zu entscheiden. Das schlechte Wetter verhindert aber leider einen offiziellen Titel.
Unser R&D-Team beendet die Arbeit am X-RAY, einem Low-Level 2er mit großen Sicherheitsreserven sowie überraschend großer Leistung. In der Klasse DHV 1 zeigt der PHELIX, dass sich maximale Sicherheit und hohe Geschwindigkeit nicht gegenseitig ausschließen. Mario Eder stellt erneut seine Kompetenz und seine Begeisterung als Testpilot unter Beweis, Claudia Hassler verlässt das Team.


Das NOVA-Zelt beim Stubai Cup.


Christian Heinrich landet mit seinem KRYPTON.

2000 – erstmals unummantelte Kevlar-Leinen

Das neue Jahrtausend beginnt mit einem Glückstreffer: Nachdem die Entwicklung des ARGON im Vorjahr zunächst in eine falsche Richtung lief, können wir über den Winter ein neues Konzept erfolgreich fertig entwickeln. Der ARGON setzt die Tradition der NOVA-Hochleister fort: Der Schirm kombiniert exzellente Leistung (auch bei hoher Geschwindigkeit) mit einem überschaubaren Extremflugverhalten. Die Innovation: Der ARGON C ist der erste DHV-zugelassene Schirm mit unummantelten Kevlar-Leinen auf allen Ebenen. Er gilt über einen langen Zeitraum als Referenzschirm in Bezug auf Leistung.
2000 treffen wir eine sehr wichtige Entscheidung bezüglich der Markenpositionierung von NOVA: wir verabschieden uns vom Wettkampffliegen in seiner bekannten Form. Zu hohe Kosten für das Wettkampf-Team, zu wenig Zeit, um weiterhin Wettkampfgeräte zu entwickeln – volle Konzentration auf Serienschirme.
Walter Holzmüller verlässt nach achtjähriger Mitarbeit das Testpiloten-Team.


Die prägnante Erscheinung des ARGON – und zum ersten Mal der NOVA-„Swoosh“.

2001 – Konzentration auf Serienschirme

Der CARBON belebt die Klasse der 1–2er Geräte. Es ist der richtige Schirm zur richtigen Zeit. Er erreicht ein Leistungs-Level, das bis dahin nur Hochleisterpiloten vorbehalten war. Das Feedback fällt dementsprechend großartig aus: Die Auftragsbücher platzen fast und wir können infolge von Lieferproblemen unseres Tuchherstellers die große Nachfrage leider nicht vollständig abdecken.
Im Sinne der Piloten erweitern wir in diesem Jahr als erster Hersteller unsere Garantie auf drei Jahre! Zusätzlich führen wir „NOVA-PROTECT“ ein. Dank dieser Zusatzleistung kommen alle NOVA-Käufer in den Genuss einer kostenlosen Reparatur jeglicher Beschädigung innerhalb des ersten Jahres! Beides gilt bis heute.
Ende dieser Saison verlässt Produktionsleiter Herrmann Habe das NOVA-Team. Es ist eine glückliche Fügung, dass uns damals ein junger Diplomingenieur kontaktiert: Peter Mack. Der Ungar spricht exzellent Deutsch, hat Erfahrung mit CFD-Simulationen in der Automobilindustrie (bei VW) gesammelt und will seine Ideen bei NOVA einbringen. Er wird schließlich unser neuer Produktionsleiter und kann wertvollen Input für die Entwicklung geben. Das Testteam arbeitet währenddessen an einem neuen Anfängerschirm der Klasse DHV 1.


Mario Eder fliegt einen schönen Wingover über der Südspitze von La Palma.

2002 – das schwarze Jahr…

…das uns sehr, sehr weh tat! Wir bekommen plötzlich Berichte von CARBON-Schirmen, die in den Dauersackflug gehen – und haben zunächst keine Ahnung, warum das so ist. Die genaue routinemäßige Materialprüfung im Zuge der Fertigung liefert keinerlei Hinweise auf irgendwelche Fehler. Denn das Problem mit dem Tuch tritt erst nach längerem Gebrauch auf. Schließlich finden wir heraus, dass unser damaliger Tuchlieferant seine Lieferengpässe dadurch beseitigt hat, dass er bei einer anderen Weberei zukauft. Und dort stimmt die Qualität eben nicht… Wir entschließen uns für diesen Fehler, den wir zwar nicht verursacht, aber dennoch unseren Kunden gegenüber zu vertreten haben, gerade zu stehen. NOVA veranlasst eine Sicherheitsmitteilung für nicht weniger als 1440 verkaufte CARBONs. Letztlich tauschen wir 65 Schirme, die von dem fehlerhaften Tuch betroffen sind, kostenlos aus.
Neben diesem Ärger läuft das Alltagsgeschäft weiter: PHERON und PHORUS werden als Schirme in der Klasse DHV-1 vorgestellt. Während der PHORUS als reiner Schulschirm konzipiert ist, soll der PHERON den Piloten auch nach der Schulung, am Anfang seiner Fliegerkarriere, eine Weile begleiten. Beide Schirme beeindrucken durch ihre Leistung und vor allem durch ihr großes Sicherheitspotenzial. Peter Mack restrukturiert die Produktion in Ungarn, um sowohl die Qualität als auch die Produktivität zu steigern.
Das Entwicklungsteam nutzt die gewonnenen Erkenntnisse durch die beiden DHV-1er auch für die Entwicklung von Schirmen mit höherer Leistung. Das Resultat ist eine neue Produktfamilie: ARTAX (1-2), AERON (2) und RADON (2-3). Außerdem stellen wir mit dem PHOR2 einen neuen Tandemschirm vor. Der Motorschirm ROTOR komplettiert die erfolgreiche Entwicklungsarbeit dieses Jahres.


PHORUS und PHERON in Marokko.

2003 – zurück zu alter Stärke

Das Jahr beginnt mit einem fast schon euphorischen Feedback zu den neuen Schirmen – zum Glück! Sie setzen in ihren Klassen neue Leistungsstandards. Die Zeitschrift "GLEITSCHIRM" bestätigt dem ARTAX eine Gleitzahl von 8,4 (mit einem Standardgurtzeug), was einen Rekord unter den 1-2ern bedeutet. Der Ungar Szilard Forgo fliegt mit dem AERON in Brasilien einen neuen Zielflugweltrekord von 278,3 km. Im Herbst kommt der SYNTAX als Low-Level 1-2er auf den Markt. Er gefällt mit einem angenehmen Handling, sehr guter Steigleistung in der Thermik und einem harmlosen Extremflugverhalten.
2003 ist auch das Jahr, in dem zum ersten Mal ein Online-Contest für Streckenflieger ausgeschrieben wird. Die Piloten dokumentieren ihre Flüge nicht mehr umständlich mit Kamera, sowie Start- und Landezeugen, sondern mit dem GPS. Daraus soll Großes wachsen… Aber das ahnt damals noch keiner.


AERON – der Weltrekordflügel.

2004 – stetiger Aufwind

Zum Jahresbeginn stellen wir den neuen „Einser“ PRIMAX vor. Er basiert konstruktiv auf dem SYNTAX, wobei dessen passive Sicherheit nochmals verbessert wurde. Wie beim SYNTAX trägt das butterweiche Einklappverhalten wesentlich zu dieser enormen Sicherheit bei. Auch das Handling gefällt vielen Piloten.
Nach dem großen Erfolg der „RADON-Familie“ (ARTAX, AERON, RADON) stellen wir mit Hilfe einer breit angelegten Umfrage das Anforderungsprofil für die zukünftigen Entwicklungen auf. Ein wesentlicher Wunsch: besseres Handling. Die Schirme sollen bei geringerem Bremsdruck schneller drehen, aber eben nicht anspruchsvoller werden. Viele verschiedene Prototypen entstehen, um den Schirm mit diesem „perfekten Handling" zu realisieren. Dass jedes neue Modell seinen Vorgänger bei der Leistung übertreffen musste, war klar. Nach immensem Entwicklungsaufwand präsentieren wir mit dem TATTOO den Nachfolger des AERON. Die Rückmeldung ist ebenso überwältigend wie überraschend: Die Kaufentscheidung für den TATTOO erfolgt nicht mehr wegen seiner hohen Leistung oder wegen des überschaubaren Extremflugverhaltens, viele Piloten wählen ihn aufgrund seines Handlings.


TATTOO: Hohe Leistung und sehr direktes Handling.

2005 – neues Leistungs-Level bei den Serienhochleistern

Der TYCOON stellt seit langer Zeit unser ehrgeizigstes Projekt in der Klasse der 2-3er dar. Uns gelingt ein deutlicher Schritt nach vorne: Eine Gleitleistung, die bisher nur reinen Wettkampfgeräten vorbehalten ist, steht jetzt auch in der Serienklasse bereit. Dem Nachteil der geringeren Maximalgeschwindigkeit steht ein erheblicher Sicherheitsvorteil gegenüber. So kann der TYCOON die Klasse der Serienhochleister wiederbeleben und sich auch als Streckenflügel einen sehr guten Ruf erfliegen.
Bei den High-level 1–2ern liegt der Entwicklungsfokus neben der Gleitleistung vor allem auf dem Handling. Daraus leitet sich der markanteste Unterschied zwischen dem erfolgreichen ARTAX und seinem Nachfolger MAMBOO ab: Der MAMBOO bietet ein dynamisches, direktes Handling. Es stellt neben der Gleitleistung verstärkt den Spaß am Fliegen in den Vordergrund. Die herausragende Gleitleistung siegelt sich auch in den Ergebnislisten der Online-Streckenflugwettbewerbe wider. Der MAMBOO belegt in der weltweiten Wertung vordere Ränge – und zwar über alle Kategorien hinweg.
Damit zeichnet sich eine neue Entwicklung für die Zukunft ab: das erfolgreiche Streckenfliegen mit niedrig kategorisierten Schirmen. Außerdem bemerken wir, dass die Streckenflugwettbewerbe für die große Mehrheit der Piloten attraktiver wird, als die herkömmliche Wettkampffliegerei.

 

 


Die gestreckte Silhouette des TYCOON im Gegenlicht.

2006 – Ausrichtung: Streckenfliegen / Gründung des NOVA Pilots Team

Das Jahr beginnt mit der Einführung des ROOKIE, der, mit seiner Kombination aus höchsten Sicherheitsreserven bei guter Leistung und ansprechendem Handling, den Erfolg des SYNTAX sogar noch übertrifft. Über 2500 Piloten, vom Anfänger bis zum sicherheitsorientierten Vielflieger, entscheiden sich in den nächsten beiden Jahren für den ROOKIE.
Aus ganz anderen Gründen sorgt der SHOCKWAVE für Aufmerksamkeit: Der nur 12 m² große Hochleister auf Basis des TYCOON bietet unglaubliche Dynamik und höchste Geschwindigkeit (>80 km/h) bei ausgezeichneter Gleitleistung. Diesen Mix gibt es natürlich nur weit jenseits der Gütesiegelwelt – aber er begeistert Spitzenpiloten rund um den Globus.
Der Schirm, mit dem auch Fußgänger in den Genuss des Gleitschirmfliegens kommen, ist der neue JAMBOO. Auf dem erfolgreichen TATTOO aufbauend, zeichnet sich der neue Tandemschirm durch ein agiles Handling und hervorragende Leistungsdaten aus. Aufgrund der guten Starteigenschaften und des robusten Material-Mix wird der JAMBOO auch bei kommerziellen Tandempiloten sehr beliebt.
Den beiden Schweizern Marcel Dettling und Adrian Lutz gelingen im Wallis mit einem MAMBOO die ersten jemals mit einem Standardklasse-Schirm geflogenen FAI-Dreiecke von über 200 km.
2006 stellt für die Ausrichtung der Marke NOVA ein wichtiges Jahr dar: Während sich Normalpiloten für das Wettkampffliegen kaum mehr interessieren, erfreuen sich die OLCs einer zunehmenden Beliebtheit. Wir beschließen: NOVA wird DIE Streckenflieger-Marke! Um dies nicht nur mit geeigneten Schirmen zu untermauern, rufen wir das NOVA Pilots Team ins Leben und machen unseren (externen) PR-Mann Till Gottbrath zum Team Captain. Ziel des NPT ist es nicht, eine Gruppe elitärer, zusammengekaufter Spitzenpiloten zusammenzustellen, sondern Leute zu finden, die unsere Vision und unsere Ziele teilen, ihre eigene Begeisterung und ihr Wissen an alle Gleitschirmflieger weitergeben. Bis heute erwarten wir von unseren Team-Piloten, dass sie anderen Gleitschirmfliegern – egal welche Schirmmarke diese fliegen – mit Erfahrung, Tipps und Informationen zur Seite stehen. Es geht um die gemeinsame Freude am Fliegen.


Fluggenuss zu zweit - mit dem JAMBOO über dem Achensee.

2007 – Hike & Fly: zurück zu den Wurzeln

Als NOVA vor 18 Jahren gegründet wurde, galt der Gleitschirm für viele Piloten als unkompliziertes Gerät, um den Abstieg nach einer Bergtour fliegend zu genießen. Im Laufe der Zeit wurde die Ausrüstung immer schwerer und diese ursprüngliche Verwendung verschwand mehr und mehr aus dem Blickwinkel der Fliegergemeinde.
Mit dem IBEX stellen wir wieder mal ein komplett neues Gleitschirmkonzept vor – speziell für Bergsteiger / Hike & Fly: Kleine Schirme, die aufgrund ihres sicheren Profils auch hoch belastet geflogen werden können. Der kleinste IBEX (15 m2) bringt weniger als 3 kg auf die Waage, obwohl wir ihn zugunsten einer langen Lebensdauer bewusst nicht aus ultraleichten Materialien nähen. Für routinierte Piloten bietet er durch seine große Dynamik jede Menge Flugspaß und ein großes Einsatzspektrum von hochalpinen Einsätzen bis hin zu Soaring-Flügen, wenn der Wind für normale Schirme schon etwas stark ist.
Der MAMBOO sorgt weiterhin für Aufsehen: In der Gesamtwertung des XContest landen in der weltweiten Standardklasse-Wertung sechs NOVA-Piloten unter den Top-Ten. Wichtiger noch: Sein herausragendes Leistungspotential können richtig viele Piloten erfliegen!
Die Latte für seinen Nachfolger liegt also hoch: Dem MENTOR geht ein aufwändiger Entwicklungsprozess voraus, um den MAMBOO in seinen wesentlichen Eigenschaften noch einmal deutlich zu verbessern. Das Ergebnis dieser Anstrengungen ist ein äußerst sicherer (weniger Streckung und kürzere Leinen als der MAMBOO) und angenehm zu fliegender Schirm. Er wird sportlich und wirtschaftlich so erfolgreich, dass wir später beschließen, bei den nächsten High-end 1-2ern den Namen MENTOR beizubehalten und die Modellgenerationen zu nummerieren. Langfristig entwickelt sich die ganze Modellserie so erfolgreich, dass man in der Gleitschirmszene von der MENTOR-Klasse spricht, wenn von streckentauglichen Standardklasseschirmen die Rede ist.
Der RA als neuer Zweier setzt konstruktiv Maßstäbe (einer der allerersten Dreileiner jemals) und übertrifft die Gleitleistung seines Vorgängers TATTOO klar. Aber es unterläuft uns ein Kommunikationsfehler zwischen der Entwicklung in Österreich und der Fertigung in Ungarn. Wir liefern in Größe M Geräte aus, deren Trimmung und damit die Flugeigenschaften deutlich vom Soll abweichen. Es entsteht ein erheblicher Imageschaden für den Schirm, den wir nicht mehr ausbügeln können. Die Lehre, die wir aus den Erfahrungen mit dem RA ziehen: die Einführung einer Vorserie, die nochmals penibelst vermessen und im Flug getestet wird, bevor die ersten Geräte an die Kunden geliefert werden.
Einführung des NOVA TRIM TUNING (NTT): Während früher die Alterung eines Schirms vorrangig das Tuch betraf, geht es mittlerweile zuerst um die Leinen. ALLE Leinen aller Hersteller schrumpfen oder längen sich – und zwar viel früher als nach zwei Jahren (dem bisher üblichen Check-Intervall). Hinzu kommt, dass bisherige Prüfverfahren diese Veränderungen oftmals nicht erkennen. Zusammen mit dem Fluglehrer Ralf Antz entwickeln wir deshalb das NTT, ein Computer-gestütztes Verfahren zur Überprüfung und Optimierung der Trimmung. Nach spätestens 100 Betriebsstunden oder einem Jahr soll das NTT durchgeführt werden – sozusagen die erste „kleine Inspektion" beim Auto, der Ölwechsel oder das Nachzentrieren einer Fahrradfelge.
Innerhalb des NOVA Pilots Team verleihen wir erstmals den Titel „Pilot of the Year“. Er ehrt sowohl besonderes Engagement für das Team als auch herausragende sportliche Leistungen. Die ersten Gewinner sind Cornelia Voigt, Mario Eder, Hannes Kronberger und Christian Pichler.


Ein IBEX 15 in seinem natürlichen Habitat: zwischen Pitz- und Ötztal auf ca. 3000 Meter Höhe.


2008 – Die MENTOR-Mania hält an

Im XContest belegt der MENTOR in der weltweiten Wertung die Plätze 1, 3, 4, 7, und 8. Fast 20 % aller eingereichten Standardklasseflüge werden mit NOVA-Schirmen gemacht. MENTOR-Piloten rund um die Welt gewinnen auch die nationalen Wertungen in der Standardklasse.
Die beiden neuen Modelle FACTOR (LTF 2 / EN C) und TRITON (LTF 2-3 / EN C) kommen auf den Markt. Mit dem FACTOR gelingt uns ein „lucky strike“. Schon die ersten Prototypen passen perfekt und wir können ihn deutlich früher einführen als gehofft. Das feine Handling, das der Schirm routinierten Piloten bietet, begeistert viele. „FACTOR fliegen ist wie Ballett tanzen,“ sagt einer der Team-Piloten, „fliegen hat sich noch nie so spielerisch angefühlt.“
Der TRITON vereinigt eine sehr hohe Leistung mit einem angenehmen Handling auf höchstem Niveau. Dies trägt zu einer ausgezeichneten Steigleistung bei und, in den Händen eines fähigen Piloten, auch zu großer Sicherheit.
Alex Höllwarth kommt als Neuzugang zum Testteam und hat einen wesentlichen Anteil am Erfolg dieses Jahres. Als „Pilots of the Year“ werden Wolfgang Bernhard, Mik Broschart und Steve Nash ausgezeichnet.


Gelber FACTOR über mit gelben Blüten geschmückter Wiese im Rofan.

2009 – NOVA feiert den 20. Geburtstag

Seit der Firmengründung sind 20 Jahre vergangen. NOVA hat den Gleitschirmsport seit seinen Anfängen maßgeblich geprägt – durch Innovationen, die heute als Stand der Technik gelten, durch neue Schirmkonzepte und in den letzten Jahren durch die Fokussierung aller Ressourcen auf streckentaugliche Schirme für Genusspiloten.
Diese Tradition fortführend stellen wir 2009 erstmals eine Leichtversion eines Schirmes vor, den ORYX als Leichtversion des MENTORs. Wir wollen leichtere Ausrüstung ermöglichen – aber ohne jegliche Abstriche bei der Alltagstauglichkeit.
Im Bereich der Low-Level 1–2er können wir dank des ständig wachsenden CFD-Know-hows den Nachfolger des ROOKIE noch einmal entscheidend verbessern: Vor allem beim Handling überflügelt der ION seinen Vorgänger deutlich. Der Schirm wird damit für eine sehr große Gruppe von Piloten interessant: Vom Anfänger bis zum genussorientierten Vielflieger bietet er höchste Sicherheit bei ansprechender Leistung und einem ausgewogenen Handling.
Die ersten drei Jahre des NOVA Pilots Team verliefen sehr erfolgreich und wir beschließen, es um das Juniors Team zu ergänzen. Sechs Jungs und Mädels stoßen als Nachwuchspiloten zu uns. Urs Haari und Michael Müller dürfen sich über den Titel „Pilot of the Year“ freuen. Intern verabschiedet sich Mario Eder nach zehn Jahren Zusammenarbeit von NOVA und wird von Philipp Medicus ersetzt.
Zum Coup Icare kündigen wir eine Kooperation mit Raul Rodriguez und seiner Marke Raul Rodriguez Acro Wings an. Wir wissen, dass wir von der Markenpositionierung nicht gleichzeitig eine Marke für gediegene Streckenflieger und eine Marke für die eher freakige Acro-Szene sein können. Raul kennen wir schon lange und so entsteht die Partnerschaft: Raul definiert die Anforderungen an die Schirme, Hannes konstruiert sie, Raul kümmerst sich um das Feintuning, genäht werden sie in Ungarn.


Zwei IONS queren gemeinsam das Inntal.

2010 – Umzug nach Terfens

Umzug nach Terfens: NOVA zieht von Innsbruck nach Terfens um, eine kleine Gemeinde im Inntal. Endlich. Die neuen Räume sind viel größer, heller und freundlicher. Die Mitarbeiter freuen sich. Für die Kunden ändert sich dadurch nichts.
Nach drei sehr erfolgreichen Jahren mit dem MENTOR wird dieser durch den MENTOR 2 ersetzt. Zum ersten Mal behalten wir damit auch den Namen eines Schirms bei. Neben einem neuen Profil und einer vollständig überarbeiteten Leinengeometrie setzen wir erstmals Mini-Ribs im Achterliek und knickunempfindliche Polyamidstäbe ein. Der MENTOR 2 gleitet durch diese Änderungen deutlich besser als sein Vorgänger. Der Schirm wird unglaublich gut von den Kunden aufgenommen und entwickelt sich zum Verkaufsschlager.
Auch das Pilots Team entwickelt sich sehr positiv. Es wächst und gedeiht – und gewinnt. Neben Michael Pohl darf sich auch erstmals ein Pilot aus dem NOVA Juniors Team, Christoph Bessei, über die „Pilot of the Year“-Auszeichnung freuen.


Ein MENTOR 2 über Maurach am Achensee.

2011 – Große Erfolge in den Online Contests

Auch der MENTOR 2 bestimmt die Ranglisten in den Standardklassen des DHV XC (sieben MENTOR 2 in den Top 10) und XContest (neun MENTOR 2 in den Top 10)! Michael Müller gewinnt weltweit die Standardklasse des XContest vor Hans Tockner und Hannes Kronberger, alle drei fliegen einen MENTOR 2. Auch die meisten nationalen Meisterschaften werden in der Standardklasse von MENTOR 2-Piloten gewonnen.
Die Schirmentwicklung schreitet schnell voran: 2011 stellen wir gleich drei neue Schirme vor. Der IBEX 2 löst den vielfach bewährten IBEX ab. Durch das noch robustere Tuch und die höhere Leistung im beschleunigten Flug eignet er sich perfekt für das Fliegen an Soaring-Kanten und Hike&Fly Ausflüge mit schwierigen Startplätzen.

Als neuer EN-C Schirm kommt der FACTOR 2 heraus. Aus technischer Sicht ist er der „große Bruder“ des MENTOR 2. Mehr Dynamik, eine höhere Maximalgeschwindigkeit und ein noch präziseres Handling zeichnen ihn aus. Den Tandemschirm JAMBOO ersetzen wir durch den BION. Ihn haben wir nach den Wünschen von Tandemprofis konstruiert. Einfache Starteigenschaften, eine besonders lange Lebensdauer und ein kompaktes Handling zeichnen den BION aus.

Das Konzept des Juniors Team geht voll auf: Etliche (ehemalige) NOVA Juniors entwickeln sich in den kommenden Jahren zu absoluten Top-Piloten und machen Karriere: Chris Bessei, Aaron Durogati, Peter Gebhardt, Franz Altmann, Paul Guschlbauer, Mitja Jančič, Idris Birch, Ferdinand Vogel. Erfreulich: Auch jene Juniors die als Test- oder Wettkampfpiloten für andere Marken fliegen, bleiben Freunde. Dominic Schärtl und Mitja Jančič (Juniors) sowie Hans Tockner und Michael Müller werden als „Pilots of the Year 2011“ ausgezeichnet.


Alex Höllwarth verlässt das NOVA Team. Dafür kehren mit Mike Küng und Mario Eder zwei erfahrene Testpiloten zurück. Team-Pilot Mik Broschart, der von seinem alten Arbeitgeber in der IT-Branche den „goldenen Handschlag“ bekommt, unterstützt unser internationales Sales Team.


Der BION garantiert Flugspaß zu zweit.


2012 – ION 2-Hundred Challenge und SuSi (Super-Simpel)

Um die Leistung des neuen Low-Level EN B-Schirms ION 2 unter Beweis zu stellen und auch gute Piloten zu animieren, mal mit einem solchen Schirm auf Strecke zu gehen, rufen wir die „ION 2-Hundred Challenge“ ins Leben. Das erste, mit einem ION 2 geflogene 200+ km FAI-Dreieck in der Saison 2012 wird mit 2000 Euro prämiert. Zusätzlich erhält der Pilot des punktbesten Flugs in der gesamten Saison die Anzahl seiner Punkte multipliziert mit dem Faktor 10 in Euro auf Basis des XContest (also z.B. für ein 200er FAI-Dreieck 2800 Euro). Schon am 10. Mai 2012 knackt Werner Luidolt mit einem Flug von der Grentealm diese magische 200er Marke. Da dies auch der punktbeste ION 2-Flug der gesamten Saison ist, erhält er am Saisonende ein Preisgeld von 5135 Euro!
Für den Fall, dass niemand dieses 200 km Dreieck fliege würde, haben wir versprochen 2000 Euro an die Stiftung „Wings for Life“ zur Erforschung von Rückenmarksschäden und deren Heilung zu spenden. Das Jahr läuft geschäftlich so erfolgreich, dass wir freiwillig 5135 Euro an „Wings for Life“ spenden.
Der MENTOR 2 dominiert auch in seiner zweiten Streckenflugsaison die Standardklassen aller Streckenflugwettbewerbe. Der unglaubliche Hans Tockner gewinnt sogar alle Klassen der österreichischen Streckenflugmeisterschaft mit seinem MENTOR 2 – vor allen Hochleistern! Kari Roberson, Sebastian Benz, Idris Birch, Hans ter Maat und Chavert ter Maat werden als „Pilots of the Year“ ausgezeichnet.
Innovation: Mit dem SuSi (Super Simple) stellen wir wieder einmal eine ganz neue Kategorie von Gleitschirm vor. Fast zehn Jahre haben wir an diesem neuen Konzept gearbeitet und es nun zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. „Super Simple“ beschreibt dabei sowohl den Aufbau des Schirmes als auch seine Flugeigenschaften. Der SuSi ist der Schirm mit der größten passiven Sicherheit, den NOVA je entwickelt hat. Durch die einfache Konstruktion können wir außerdem ein geringes Gewicht und ein relativ günstiger Preis erzielen. SuSi Q (Quick) heißen die Leichtbauversionen des SuSi. Während der SuSi Q 20 (im entsprechenden Gewichtsbereich) ein äußerst gutmütiger Anfängerschirm ist, bietet der SuSi Q 14 eine hohe Dynamik und Flugspaß für erfahrene Piloten.
Wir beenden die Zusammenarbeit mit Raul Rodriguez, weil wir erkennen müssen, dass der kleine Acro-Markt kaum ausreicht, um eine Marke sinnvoll zu „ernähren“ – insbesondere, weil viele Acro-Piloten jemanden kennen, der die Schirme billiger besorgt. Raul bleibt erfreulicherweise weiterhin ein guter Freund von NOVA.
Im selben Jahr vereinbaren wir eine zunächst auf drei Jahre begrenzte Kooperation mit Advance. Dabei geht es um eine Zusammenarbeit in den Bereichen Entwicklung und Produktion. Advance so die Idee, hat Produktionskapazität frei und jede Menge Expertise in Sachen Gurtzeug, NOVA ist dagegen führend bei der Schirmentwicklung und CFD-Simulationen. Beide Unternehmen behalten ihre Selbständigkeit und führen ihre Marken unabhängig weiter. Von der Bündelung des gemeinsamen Know-hows versprechen wir uns eine weitere Professionalisierung der Entwicklung, Vorteile im Einkauf sowie eine noch höhere Produktqualität!


SuSi Q beim Starten in rauer Landschaft.

2013 – MENTOR-Mania die Dritte

Der MENTOR 3 ist eine konsequente Weiterentwicklung seines erfolgreichen Vorgängers. Obwohl die technischen Basisdaten identisch zu denen des MENTOR 2 sind, erzielt der neue Schirm den bisher größten Leistungssprung zwischen zwei NOVA Modellgenerationen. Dies wurde durch eine Reihe durchdachter Optimierungsmaßnahmen möglich.
Die Streckenflugwettbewerbe bestätigten die „real erfliegbare Leistung“ des MENTOR 3 (damit meinen wir nicht Gleitzahlen morgens um sechs Uhr bei Windstille, sondern das, was an einem Hammertag möglich ist): Hans Tockner gewinnt erneut ALLE Klassen der österreichischen Streckenflugmeisterschaft und fliegt außerdem am 16. Juli ein FAI-Dreieck von über 263 km! Weltrekord! Christoph Bessei wird deutscher Streckenflugmeister in der Standard- und Juniorklasse (und hätte, wenn entsprechend gewertet würde, auch die Sportklasse gewonnen). Urs Haari siegt in der Standard- und Sportklasse mit seinem MENTOR 3 in der Schweiz. Mauro Pianaro kann mit seinem FACTOR 2 in der Sportklasse der italienischen Streckenflugmeisterschaft für sich entscheiden.
Im Herbst kommt der MENTOR 3 light auf den Markt. Er wiegt rund 1,5 kg weniger und besitzt durch das geringere Kappengewicht noch bessere Start- und Extremflugeigenschaften. Der neue, intelligente Material-Mix macht ihn zu einem robusten und langlebigen Leichtschirm für Hike & Fly Freunde – bei voller Eignung als Streckenflugschirm
Hans Tockner, Rinaldo Vuerich und Christoph Bessei werden beim jährlichen Teammeeting für ihre fliegerischen Leistungen als „Pilots of the Year“ geehrt. Brigita Plemenitas erhält für ihr besonderes Engagement im Pilots Team den „Team Spirit Award“ und Robert Schaller ist der „Newcomer of the Year“.


Der MENTOR 3 beim Groundhandling.

2014 – Leistung für alle mit dem ION 3

„Leistung für alle!“ heißt das Ziel, das wir bei der Entwicklung des neuen ION 3 (Low-Level EN B) verfolgen. Das Handling des ION 3 ist präzise, definiert und zugleich fehlerverzeihend, was ihn in Summe zu einem Schirm für alle Fälle macht: Er ist Spaßflieger, Kurbelwunder, Streckenmaschine, Lehrmeister und softer Akrobat in einem.
Unser 25. Firmenjubiläum beginnt mit einem Paukenschlag: Konstrukteur und NOVA-Mitbegründer Hannes Papesh verlässt NOVA nach 25 erfolgreichen Jahren, bleibt aber weiter Teilhaber. Hannes will verstärkt eigene Wege gehen. Philipp Medicus übernimmt die Position des Chefkonstrukteurs. „Pipo“ war schon bei der Entwicklung des MENTOR 2, MENTOR 3 und PRION 2 stark beteiligt. Der ION 3 stammt komplett aus seiner Feder. Auch die Innovation „SmartCells“, welche im ION 3 erstmals angewendet wird, hat Philipp Medicus entwickelt.


ION 3: Der Wohlfühl-Intermediate.